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Reden wir über den Tod

Tod, Trauer, Bestattung gelten weitläufig als Tabuthemen. Die Bewegung Death Positive hat sich zur Aufgabe gemacht, das zu ändern. Sie will dem Tod mit Leichtigkeit begegnen.

Über den Tod zu sprechen, fällt vielen Menschen schwer. Das Thema „Sterben“ ist selbst – beziehungsweise gerade – im engsten Familien- und Freundeskreis meist tabu. Die Death Positive Bewegung möchte das ändern. Sie will den Tod entmystifizieren und zu einem Teil des Lebens werden lassen.

Humor als Trauerbegleitung

Das Ziel sei, sich mit Tod und Trauer zu beschäftigen, bevor es einen unerwartet trifft, wie Verena Brunnbauer, die Death Positiv in Österreich ins Leben gerufen hat, erklärt.

Die gebürtige Linzerin, selbst früher als Bestatterin tätig, kann dabei auf zwei Ausbildungen zurückgreifen, die für viele auf den ersten Blick wohl nicht zusammenpassen: Sie ist Trauerbegleiterin und Clown.

„Bei meiner Arbeit lasse ich meine persönlichen Erfahrungen als ehemalige Bestatterin ebenso einfließen wie Theorie und Praxis der Trauerarbeit und Humorberatung“, so Verena Brunnbauer. „Denn der Tod ist ein Reisender, der uns den ganzen Lebensweg begleitet, und mein Ansatz ist es, einen leichtfüßigen Umgang damit zu finden.“

Alles sagbar an der Sargbar

Ideengeberin der Death Positive Bewegung ist die US-Amerikanerin Caitlin Doughty, die selbst als Bestatterin tätig war. Ihr Ziel ist es, Menschen dazu zu bringen, mit Freund*innen, Verwandten und Partner*innen über den Tod, das Sterben und die Bestattung zu sprechen. „Die Gespräche sollen das Gefühl für das fördern, was im Leben zählt, und dazu anregen, sich auf die positiven Elemente zu konzentrieren und ein erfülltes Leben zu führen“, wie es seitens der Bewegung heißt.

Oder, wie Verena Brunnbauer es auf gut Oberösterreichisch ausdrückt: „Wennst leben wüst, muasst übers Sterben reden.“ Gemeinsam mit ihrer Partnerin Nicole Honeck hat sie mittlerweile auch den Verein „sagbar“ gegründet. An der – perfekt passenden – Linzer Adresse Friedhofstraße 9 werden an der „Sargbar“, einem zu einer Bar umfunktionierten Sarg, tabulose Gespräche über den Tod und die (eigene) Bestattung geführt.

Nimm’s leicht

Der Verein bietet jedoch auch klassische Dienste wie Trauerreden oder Verfassen von Nachrufen an und veranstaltet zudem Workshops und Veranstaltungen zum vermeintlichen Tabuthema Tod. Auch auf die Trauer um ein geliebtes Tier wird dabei übrigens nicht vergessen.

Dem Tod und dem Leben soll auf allen Ebenen mit Leichtigkeit begegnet werden, so das erklärte Ziel. Denn beides gehört untrennbar zusammen.

Alle Informationen zu Death Positiv sowie zum Verein „sagbar“ gibt’s hier :
www.deathpositiv.at

(c) Death Positive

„Wennst leben wüst,
muasst übers Sterben reden.“

Verena Brunnbauer

Geschichten,
die der Tod schreibt

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