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Wie wird man eigentlich … Bestatter:in?

Für die einen ist es ein Beruf wie jeder andere, für die anderen wirkt es abschreckend, sich beruflich mit Toten zu befassen. Fakt ist: Der Beruf des Bestatters wird niemals, nun ja, sterben.

„Was machst du eigentlich beruflich?“
Es passiert wohl einer Bestatterin oder einem Bestatter nicht selten, dass das Gegenüber überrascht ist, wenn es die Antwort auf diese Frage beim ersten Kennenlernen bekommt. Dabei handelt es sich nicht um einen anrüchigen Beruf – im Gegenteil. Bestatter:innen leisten eine wesentliche gesellschaftliche Aufgabe und haben auch gegenüber den Trauernden eine bedeutende soziale Aufgabe. Zurückhaltung, Empathie, Trost – all das und noch viel mehr wird von Menschen, die in dieser Branche tätig sind, verlangt.

Von Organisation bis Kremation

Die Frage, die der oben erwähnten Überraschung gerne folgt, ist: „Was macht man denn alles als Bestatter?“ Die spontane Antwort könnte lauten: „Eh alles.“ Denn ein Bestattungsunternehmen nimmt Familie und Freunden nach einem Todesfall wirklich so gut wie jede Arbeit ab.

In erster Linie haben Bestatter:innen organisatorische Aufgaben. Sie beraten die Hinterbliebenen in allen Angelegenheiten nach dem Tod des nahestehenden Menschen, sie erledigen Formalitäten, sie organisieren Transporte und jegliche Bestattungsart. Auch die Kreation und Herstellung von Trauerfeiern, Todesanzeigen und Parten wird auf Wunsch vom Bestattungsunternehmen übernommen.

Beruf und Berufung

Erwähnt man einen weiteren Tätigkeitsbereich, könnte dies beim Gegenüber neuerlich für eine hochgezogene Augenbraue sorgen. Denn Bestatter:innen führen natürlich auch Arbeiten direkt am Leichnam aus: Sie waschen die Verstorbenen, legen ihnen die für das Begräbnis gewünschte Kleidung an und bereiten sie kosmetisch für Aufbahrungen vor (siehe dazu auch „Thantopraxie: Die Würde der Toten„).

Ganz klar: Derartige Arbeiten sind nicht jedermanns und jederfraus Sache. Insbesondere gegenüber Gerüchen sollten Bestatter:innen nicht besonders empfindlich reagieren. Die Arbeit am Leichnam ist jedoch nur ein kleiner Teil der Beschäftigung im Unternehmen.

Jedenfalls setzt der Beruf eine hohe psychische Belastbarkeit voraus. Man ist laufend mit Trauer, mit Verlust, mit Verzweiflung konfrontiert; dies schaltet man am Feierabend nicht einfach ab wie einen Computer im „normalen“ Bürojob.

Aus- und Weiterbildung

Eine Frage, die in unserem obigen „Kennenlerngespräch schließlich wohl auch nicht fehlen wird, ist: „Und welche Ausbildung braucht man, um da zu beginnen?“ Auch hier könnte es eine simple Antwort geben: „Keine.“ Das ist aber natürlich viel zu kurz gegriffen.

Auch, wenn das Bestattungswesen kein klassischer Ausbildungsberuf ist und man jederzeit einsteigen könnte, so muss betriebsintern viel Wissen vermittelt beziehungsweise aufgenommen werden. Nach zweijähriger Berufspraxis ist es zudem möglich, sich mit Kursen der Bestatterakademie in den Bereichen hygienische Grundversorgung, Kalkulation, Bestatterprüfung und Qualität auf die Befähigungsprüfung für Bestatter:innen, die für eine selbstständige Berufsausübung erforderlich ist, vorzubereiten.

Gestorben wird immer …

Aufgrund des breiten Betätigungsfeldes innerhalb eines Bestattungsunternehmens besteht auch die Möglichkeit zum Quereinstieg. Psychologisch Ausgebildete sind dabei beispielsweise ebenso gefragt wie Kommunikationsprofis. Eines steht jedenfalls fest: Die Branche ist eine der sichersten überhaupt, den gestorben wird bekanntlich immer …

Für alle Menschen, die an Jobs in und um das Bestattungswesen interessiert sind, bieten die Bestattung & Friedhöfe der Wiener Stadtwerke Lehrberufe in den Bereichen Floristik, Gärtnerei und Steinmetz an. Alle Infos dazu gibt es hier: www.bfwien.at/lehre

(c) Bestattung Wien

Du bist nicht mehr da, wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind

Victor Hugo
(c) Bestattung Wien, Harald Lachner

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